Was ist Asset-Relationship-Management (ARM)?

3. Juli 2020

Asset-Relationship-Management

Die Welt bewegt sich immer mehr in Richtung Service. Wie jeder andere Sektor, ist auch die Industrie davon betroffen. Um den Service von industriellen Maschinen und Anlagen zu verbessern, gibt es eine neue Kategorie an Software: Das “Asset-Relationship-Management System”. Doch was steckt hinter dem Begriff “Asset-Relationship-Management” und wie hilft das, den Service in der Industrie zu verbessern?

Was ist ein Asset?

Im industriellen Kontext ist hier die Rede von “Sachanlagen”, also materiellen Vermögensgegenständen. Darunter versteht man folglich zum Beispiel Maschinen, Anlagen, Fahrzeuge oder Gebäude.

Was ist Asset-Relationship-Management (ARM)?

Der Begriff Asset-Relationship-Management (ARM) ähnelt dem bekannteren Begriff Customer-Relationship-Management (CRM). Während im CRM der Kunde im Fokus  steht, ist beim ARM der Dreh- und Angelpunkt das Asset. Genauer definiert bezeichnet das ARM die systematische Gestaltung der Interaktionen und Beziehungen einer Organisation mit bestehenden, gekauften bzw. betriebenen oder bereits verkauften “Assets” aus einer installierten Basis. Ziel des Asset-Relationship-Management ist es, Hersteller, Servicepartner und Betreiber von Assets dabei zu unterstützen, stets den Überblick über alle Asset-bezogenen Aktivitäten zu behalten, Prozesse effizienter zu gestalten und das Potenzial im Service, der Wartung und Instandhaltung auszuschöpfen.

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Was ist ein Asset-Relationship-Management (ARM) System?

Beim ARM-System handelt es sich um eine neue Software-Kategorie, die speziell für die Verwaltung von industriellen Assets entwickelt wurde. Im Zentrum des ARM-Systems stehen dabei die einzelnen Assets und die Beziehungen mit den dazugehörigen Organisationen. Mit Hilfe eines ARM-Systems können die Assets (Maschinen, Anlagen, Fahrzeuge oder Gebäude) und ihre jeweiligen Betreiber, Servicepartner, Hersteller oder Lieferanten zentral miteinander vernetzt werden. Hierbei müssen die Maschinen und Anlagen nicht zwangsläufig im Sinne des Internets der Dinge angebunden sein. In vielen Fällen wird das ARM-System vor allem dafür verwendet, Informationen zu allen Vorgängen rund um die Assets abzubilden, sodass diese von allen Parteien, die Zugriff auf das ARM-System haben, verwendet werden können. Wie oben beschrieben ist das Ziel von ARM im Allgemeinen das Potenzial im Service, der Wartung und Instandhaltung auszuschöpfen. Das ARM-System als Software dient als Werkzeug dafür.

Wo kommt Asset-Relationship-Management her?

Das High-Tech Unternehmen remberg aus München hat 2018 gemeinsam mit mehreren mittelständischen Maschinenherstellern nach einer Lösung gesucht, um den Service, die Wartung und Instandhaltung von Maschinen organisationsübergreifend und digital für Servicepartner und Betreiber von Maschinen abzubilden. Da remberg nicht zufriedenstellend fündig wurde, nahm sich die Firma der Aufgabe an und entwickelte daraufhin das erste Asset-Relationship-Management (ARM) System.

Funktionsweise einer ARM-Software

Eine ARM-Software erfasst Informationen rund um industrielle Assets. Dazu zählen neben reinen Stammdaten des Assets sämtliche Interaktionen zwischen Lieferanten, Kunden und Servicepartnern über E-Mail, Telefon oder andere Kanäle. Außerdem kann die ARM-Software automatisch weitere Informationen über Aktivitäten der Assets abbilden und Details wie Besonderheiten von Maschinen im Hinblick auf den Service, die Wartung und die Instandhaltung speichern. Auch das asset-zentrische Verwalten von Servicefällen, deren Dokumentation und die Erstellung von Wartungsplänen werden durch die ARM-Software unterstützt. Das ARM-System strukturiert all diese Informationen übersichtlich, sodass Sie einen umfassenden Überblick über Assets, Personen und Unternehmen erhalten und Ihre Maschinen und Anlagen im Laufe der Zeit immer besser verstehen. Zusammenfassend  hilft Ihnen eine ARM-Software den Service Ihrer Maschinen und Anlagen zu optimieren, indem die Lösung eine 360-Grad-Gesamtansicht der Maschine liefert. 

Die Bedeutung von Asset-Relationship-Management

Der Maschinenbau ist mit über einer Million Beschäftigten der größte Arbeitgeber in Deutschland. Service ist hier der wichtigste Treiber für Profitabilität, Wachstum und Differenzierung. Asset-Relationship-Management ist dabei ein zentraler Schlüssel zur digitalen Zukunft im industriellen Service für Hersteller, Servicepartner sowie Betreiber von Maschinen und Anlagen. 

So profitieren unterschiedliche Parteien in Ihrem Unternehmen von Asset-Relationship-Management: 

Service- und After-Sales Innendienst

… profitieren durch digitale, asset-zentrierte Serviceprozesse von einem geringeren Verwaltungsaufwand, einer besseren Kenntnis ihrer Maschinen und der Möglichkeit, weniger Zeit auf die Eingabe von Daten zu verwenden. So bleibt mehr Zeit für den eigentlichen Service der Maschinen.

Service- und After-Sales Außendienst, Servicetechniker und Monteure

… gewinnen schnell und effizient einen vollständigen Überblick über die Maschine oder Anlage. So erhalten Techniker durch das Scannen eines QR-Codes, der sich an der Maschine befindet, die gesamte digitale Lebenslaufakte der Maschine und können Wartung, Instandhaltung und Reparatur so passgenau auf die jeweilige Historie des Assets zuschneiden. Dies spart Zeit sowie Ressourcen und resultiert im bestmöglichen Service für die Maschine.

Betreiber und Instandhalter

… profitieren von gesteigerter Effizienz durch digitale Workflows in der Instandhaltung. Das ARM-System ermöglicht es, Formulare, zum Beispiel für Wartungsarbeiten digital auszufüllen und stellt Informationen aus der digitalen Lebenslaufakte eines Assets jederzeit zentral zur Verfügung. Darüber hinaus behalten Instandhalter so leichter den Überblick über präventive Wartungs- und Instandhaltungsaufgaben und minimieren damit die Stillstandszeiten ihrer Maschinen.

So profitieren Sie von einem ARM-System

Die zentrale Erfassung und Strukturierung von Asset- und Organisationsdaten im ARM-System bringt zahlreiche Vorteile mit sich:

  1. Effizientere Service-, Wartungs- und Instandhaltungsprozesse
  2. Schnellere Reaktionszeiten bei Stillständen
  3. Schnellere Behebung der Stillstände durch digitale Service Workflows und Ticketing
  4. Längere Asset-Lebenszyklen durch proaktiven Service
  5. Weniger Stillstände durch präventives Wartungsmanagement
  6. Zentrale Wissensdatenbank
  7. Mehr Nutzerfreundlichkeit durch eine zentrale, digitale Anlaufstelle für alle Beteiligten und Schnellzugriff über QR-Codes

Mit Hilfe des ARM-Systems können Sie die Datenströme Ihrer Maschinen über unterschiedlichste Kanäle und Organisationen übergreifend verwalten. Informationen von Herstellern, Servicepartnern und Betreibern werden in einer zentralen Lösung administriert und je nach Freigabe optional zugänglich gemacht. So kann der Service digitalisiert und optimiert werden.

So grenzt sich Asset-Relationship-Management von anderen Softwarelösungen ab:

  • Customer Relationship Management (CRM): setzt sich mit der gesamten Planung, Steuerung sowie Umsetzung der Kundenbeziehungen eines Unternehmens auseinander. Ein CRM hat ähnliche Funktionen wie das ARM-System. Der Hauptunterschied ist, dass anstatt des Assets hier der Kunde im Zentrum steht.
  • Geographical Information System (GIS): beinhaltetSysteme zur Erfassung, Organisation und Analyse räumlicher Daten, die die dafür benötigte Hard- und Software, Daten und Anwendungen umfassen.  
  • iBase Management: Anwendung zur Datenverwaltung einer installierten Basis z.B. von Assets, die Daten aus verschiedenen Quellen erfasst, kontrolliert und analysiert. So können beispielsweise Muster oder Trends in komplexen Datensätzen erkannt werden. 
  • Fleet Management: bezeichnet die Verwaltung, Planung und Steuerung von Flotten z.B. eines Fuhrparks. Dabei stehen Kostenminimierung und Effizienzsteigerung im Vordergrund.
  • Workforce Management: Software, die die Transparenz und Effizienz in den Bereichen Fertigung, Industrieservice, Instandhaltung und Montage & Inbetriebnahme steigern soll. 
  • Tele / Remote Service: ermöglicht die Erbringung von technischen Dienstleistungen von einem anderen Standort aus, meist über Telekommunikationsnetzwerke. So soll  z.B. die Instandhaltung von Anlagen über Videotelefonie oder Fernzugriff unterstützt werden. 
  • Field Service Management: bezieht sich auf die Verwaltung der Ressourcen von Unternehmen und zielt darauf ab, den Ablauf von Serviceprozessen, vor allem im Außendienst,  zu harmonisieren. 
  • IoT-Plattform: ermöglicht die Vernetzung von Geräten und Applikationen über das Internet der Dinge (IoT), um so einen Informationsaustausch umzusetzen. Die Applikation bildet die Schnittstelle zwischen unterschiedlichen Assets, damit Daten zentral verwaltet werden können.

Das Asset-Relationship-Management System wurde speziell für den Service, die Wartung und Instandhaltung von industriellen Maschinen und Anlagen entwickelt, da bisher keine der existierenden Softwarekategorien den gesamten Lebenszyklus der Maschinen optimal, auch organisationsübergreifend, abdeckt. Es greift aus den oben beschrieben Systemen einige Funktionen auf und stellt somit eine Schnittmenge dar.

Hier noch einmal die wichtigsten Punkte aus diesem Artikel:

  • Die Definition von ARM (Asset-Relationship-Management) ist … die systematische Gestaltung der Beziehungen und Interaktionen einer Organisation mit bestehenden, gekauften bzw. betriebenen oder bereits verkauften Assets aus einer installierten Basis.
  • Das ARM ist wichtig, weil … es Herstellern, Servicepartnern und Betreibern den Alltag im Service, der Wartung und Instandhaltung signifikant erleichtert.
  • Ein ARM-System bietet … eine 360-Grad Gesamtansicht über die Maschinen bzw. Anlagen und ihre Aktivitäten. Es dient als zentrale Anlaufstelle, um den Service von industriellen Assets besser zu machen.

Sie wollen Asset-Relationship-Management praktisch angewandt erleben? Gerne zeigen wir Ihnen, wie wir anderen Unternehmen mit dem remberg Asset-Relationship-Management System heute bereits helfen, den Service ihrer industriellen Maschinen und Anlagen zu verbessern und wie wir so auch Ihnen helfen können.

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